Mitarbeiter motivieren: Diese Unternehmen wissen, wie’s geht.

Begeisterte Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter und damit die authentischste Werbung. Sie möchten als Firmenchef oder Teamleiter das Arbeitsklima verbessern und damit Ihre Mitarbeiter zu Fans machen? Was es braucht, um Mitarbeiter zu begeistern, sind neben den bekannten „interessanten Tätigkeiten“ und „Karrieremöglichkeiten“ jene Faktoren, die über das Arbeitsklima entscheiden.

 

Hier einige Beispiele aus der Praxis mit vielen kreativen und zielführenden Tipps, die Sie auch in Ihrem Unternehmen umsetzen können.

Zeigen Sie Interesse – wie Richard Branson

Der Brite Richard Branson ist laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes mehrfacher Milliardär, Inhaber von 400 Firmen und bekannt für Superlative. Doch berühmt ist der Unternehmer, der mit dem Schallplattenlabel Virgin bekannt wurde, nicht zuletzt dafür, dass er alles über seine Mitarbeiter weiß. Er fragt die Mitarbeiterin Helen, ob ihr Sohn die Scharlach‐Erkrankung gut überstanden hat, fragt den Mitarbeiter Bob, ob er seinen 35. Geburtstag ordentlich gefeiert hat und ob Randys Hündin Beth nach der Fünflingsgeburt wieder wohlauf ist.

Und alle fragen sich: „Wie macht der das?“ Die Antwort ist simpel: Richard Branson interessiert sich für seine Mitarbeiter. Von ihm ist überliefert, dass er mit einem Notizbuch durch die Gegend läuft und sich immer wieder persönliche Informationen über seine Mitarbeiter notiert. Wenn er sich dann mit ihnen unterhält, gibt ihnen das ein gutes Gefühl, denn sie merken: „Hey, mein Chef kennt mich!“. In manch anderen Firmen heißt es stattdessen: „Hey, mein Chef kann mich …“. Sie allein entscheiden, was Ihnen lieber ist.

Machen Sie Mitarbeiter stolz – wie EDEKA

Plötzlich war er da, der „Supergeil“‐Spot von EDEKA, und alle haben ihn sofort geliebt. Damit stieg auch bei den Mitarbeitern des Lebensmittelhändlers das Zusammengehörigkeitsgefühl. Wie sich diese Kampagne auf das Selbstbewusstsein der Mitarbeiter ausgewirkt hat, beschreibt am besten eine E‐Mail, die mir eine junge Angestellte schickte:

„Der Supergeil‐Spot ist doch wirklich der absolute HAMMER!!! Genial! Supergeil halt!:))) Hast du gesehen, wie viele Klicks der mittlerweile hat?! 4 700 000 x angesehen, und es geht immer weiter! Finde ich Wahnsinn … Und alle lieben EDEKA! Wunderbar! Ich muss sagen, dass ich soooooo stolz bin, ein Teil dieses Unternehmens zu sein.“

Erkennen Sie die Bedürfnisse der Mitarbeiter – wie Adesso

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis: Damit sich die Hemden, die gebügelt werden müssen, zu Hause nicht stapeln, hat sich der Software‐Entwickler Adesso für seine Mitarbeiter einen Gratis‐Bügelservice einfallen lassen. Für den gibt es beim Bewertungsportal Kununu viel Lob.

Sagen Sie auf besondere Weise Danke – wie Antenne Bayern

Eine weitere begeisternde Idee kommt von einem Unternehmen, dem ich sehr viel verdanke: „meiner“ Radiostation Antenne Bayern. Antenne Bayern fand einen Weg, sich auf stilvolle Art bei den Mitarbeitern für Ihre Treue zu bedanken: Am Rande einer Party bekamen alle Mitarbeiter sogenannte Champagner‐Bezugsscheine geschenkt. Pro Jahr Zugehörigkeit gab es eine Flasche dieses edlen Getränks. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits 19 Jahre im Unternehmen, was meine Beliebtheit im Freundeskreis in den darauffolgenden Tagen erheblich steigerte.

Führen Sie flexible Arbeitszeitmodelle ein – wie die Krones AG

Bei der Krones AG hat man die flexible Arbeitszeit in eine flexible kommunizierende Arbeitszeit verändert. Das heißt, die Mitarbeiter sprechen mit ihren Kollegen Arbeitszeiten ab und sagen ihnen, wenn sie den Betrieb verlassen. Arbeiten sie mehr als 35 Stunden pro Woche, fließt das Plus in ein „Erfolgszukunftskonto“ ein, das zur Hälfte ausbezahlt, zur Hälfte über einen Erfolgsprämienschlüssel verrechnet wird. Das ist Vertrauensarbeitszeit! Krones Vorstandsvorsitzender Volker Kronseder betont: „Es reicht allein nicht aus, gute Maschinen zu bauen. Das Ganze Drumherum muss stimmen, man muss den Menschen ernst nehmen.“

Machen Sie Mitarbeiter zu Mitentscheidern – wie Opel Eisenach

Jeder Mitarbeiter bei Opel Eisenach reicht im Schnitt 20 Verbesserungsvorschläge pro Jahr ein. Woher diese Traumquote? Weil sich die Mitarbeiter herausgefordert fühlen und daher kreatives Potenzial zum Nutzen des Unternehmens entwickeln, heißt es im Motivations‐Check aus dem Fachverlag für Recht und Führung. Weil ihnen Entscheidungsspielräume zugestanden werden. Auf der unteren Ebene zum Beispiel beraten die Manager, die unter Beteiligung der Mitarbeiter ausgewählt wurden, einzelne Teams. Sie erarbeiten die Arbeitspläne für die wöchentlichen Treffen und stellen das Team nach außen hin dar. Auf der zweiten Ebene beraten Ingenieure mehrere Arbeitsgruppen und berichten den Schichtleitern. Die Gruppen sind motiviert, weil sie selbst ihre Arbeit gestalten und Einfluss nehmen können. Das Management mischt sich nicht in die Tagesroutine ein. Dadurch werden die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und ihre Leistungsbereitschaft gestärkt.

 

 

Motivierte Führungskräfte, mehr Power für den Führungskräfte‐Alltag und letztlich motiviertere Mitarbeiter: Das ist das Ziel des praxisorientierten Vortrags „Vom Mitarbeiter zum Fan“ des Begeisterungsexperten Paul Johannes Baumgartner. Nähere Informationen zu den Inhalten und zur Buchung erhalten Sie hier.