11 Apr 2016
Drei Profi-Tipps für einen souveränen Stimmklang

Menschen mit tiefer Stimme wirken souveräner, kompetenter, durchsetzungsfähiger und vertrauenswürdiger, sie haben sogar bessere Karrierechancen. Das Phänomen findet man auch bei Politikern: Kandidaten mit tiefer Stimme werden von Wählern bevorzugt – der Ton macht den Erfolg. Auch wenn nicht jeder mit einem tiefen Bariton gesegnet ist: Mit meinen drei Profi‐Tipps können Sie ganz einfach die Klangwirkung Ihrer Stimme verbessern – für mehr Erfolg und Souveränität in Präsentationen und Gesprächen.

01. So legen Sie Ihre Stimme tiefer

Eine tiefe Stimme offenbart körperliche Kraft, man traut dieser Persönlichkeit zu, einen großen Dampfer auch durch stürmische Gewässer zu manövrieren. Tiefe Stimmen wirken zudem auf viele Menschen angenehm beruhigend. Die Wissenschaft erklärt dieses Phänomen mit einem über Jahrtausende von der Menschheit erlernten Verhalten.

 

Stimm‐Tipp:

Wenn Sie Ihre Stimme „runterfahren“ wollen, sprechen Sie langsamer. Durch die Reduzierung des Tempos wird Ihre Stimme automatisch tiefer.

02. Laut ist nicht gleich souverän

Wer in Präsentationen, Meetings und Gesprächsrunden besonders laut spricht, wirkt vielleicht dominant, aber nicht souverän. Lautes Sprechen ist häufig Ausdruck einer Kontrollabsicht, man übertönt andere Stimmen und versucht dadurch Selbstbewusstsein zu signalisieren. Ein leicht durchschaubares Manöver! Lauter sprechen dient zudem oftmals als Kompensation für ein vermeintliches Defizit – ein schüchterner oder unsicherer Mensch will sein Handicap vergessen machen und durch Lautstärke überzeugend wirken.

 

Souveräne Persönlichkeiten erkennt man daran, dass sie zwar kräftig sprechen, aber nicht auffallend laut und dominant. Zudem haben sie eine gute Körperspannung, was sich unmittelbar auf den Stimmklang auswirkt.

 

Stimm‐Tipp:

Souveränität kann man auch durch bewusst leises Sprechen erzeugen. Das ist eine von vielen Persönlichkeiten wohlüberlegte und von Selbstbewusstsein zeugende Technik, um andere zum Zuhören zu bringen. Gemäß dem Motto: „Ich habe es nicht nötig, laut zu reden, mir hört man auch so zu“. Sollte es Ihnen schwerfallen, sich in dem Punkt „Lautstärke“ selbst einzuschätzen, fragen Sie einen vertrauenswürdigen Menschen in Ihrem Umfeld, ob er Ihre Lautstärke in Meetings oder bei Präsentationen als angenehm und souverän empfindet.

03. Alles andere als souverän: Die 300‐Wörter‐pro‐Minute Quassler

Das Sprechtempo ist ein wichtiger Faktor für einen souveränen Stimmklang. Wir alle kennen diese „300‐Wörter‐pro‐Minute‐Quassler“, die nie Luft zu holen scheinen. Genau, das sind die, denen wir irgendwann einfach nicht mehr zuhören können, weil wir die Informationen, die wir in Lichtgeschwindigkeit erhalten, gar nicht verarbeiten können.

 

Das andere Extrem stellen dagegen jene „Zeitlupen‐Erzähler“ dar, bei deren Sprechgeschwindigkeit wir jedes Wort mühelos mitschreiben könnten. Auch bei dieser Spezies streicht jeder noch so gewillte Zuhörer irgendwann die Segel, egal wie spannend das Thema ist. Denn: Ist das Sprechtempo zu langsam, wird der Zuhörer nicht gefordert und die Aufmerksamkeit lässt fast zwangsläufig immer mehr nach.

 

Was wir brauchen, ist ein „normal schnelles“ Sprechtempo mit rund 140 Wörtern pro Minute. Dieses Tempo wird in der Regel als angenehm und gut empfunden.

 

Stimm-Tipp:

Zeichnen Sie eine Ihrer Präsentationen auf und lassen Sie davon eine 60 Sekunden lange Tonspur durch eine Diktiersoftware laufen. Ihr Word‐Programm wird Ihnen dann unter dem Menüpunkt „Extras“ – „Wörter zählen“ ziemlich klar Auskunft darüber geben, ob Sie in dieser Situation zu schnell, zu langsam oder genau richtig waren.

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